Auf ein neues ... 2014

      Auf ein neues ... 2014

      Leute, ich würde nie eine Autobiografie schreiben. Aber gut, ihr sollt schon wissen, mit wem Ihr es zu tun habt.

      Bis Anfang der neunziger im Maschinenbau (Werkzeugmacher, Härter, Fachabitur "Maschineningenieur") - in einer Zeit und einer Gegend, da noch jeder Streckenblock seinen eigenen FDL hatte. Danach eine Zeitlang selbständig als Computerfritze. Und anschließend für etlice Jahre Bürohengst (Steuerfachangest., Bilanzbuchhalter). Jetzt habe ich die Nase endgültig voll von den jedes Jahr unsinniger werdenden Steuergesetzen, die längst jeder anderen Logik entbehren als "Schäuble braucht Geld". Denn dieser Logik folgt man hierzulande auf besonders perfide Art, indem man die Bürger gegeneinander ausspielt - sowohl Geschäftspartner untereinander, als auch Arbeitgeber und ihre Angestellten. Ich habe das schon seit Jahren satt.

      Also, was jetzt? Man sagt, Eisenbahner seien eine verschworene Gemeinschaft und hielten zusammen wie Pech und Schwefel. Schaun wir mal.

      Die Dienstvorschriften seien mit Blut geschrieben, las ich im Zusi-Forum. Es geht also nicht Hinterfotzigkeiten, um die Leute in der Betriebsprüfung rasieren zu können. Die Arbeit ist nicht zum Selbstzweck degeneriert, sondern wird tatsächlich gebraucht. Güter und Leute von A nach B zu bringen ist etwas anderes, als einfach nur eine lästige Pflicht zu erfüllen, oft gegen den martialischen Widerstand der Kundschaft. Lokführer seien zwar nichts als faule Knöppchendrücker, aber Buchhalter können auch nichts als Papier vollschmieren. Und sie sind natürlich schuld daran, wenn der Mandant die Rechnung für seine Dummheiten und Schludrigkeiten bekommt.

      Insofern erhoffe ich mir ein etwas sinnvolleres Leben als bislang. Ich möchte mich nicht mehr zum Büttel des Fiskus machen lassen. Wer die Bahn nicht braucht, kann ja auf der A23 parken (lassen). Oder irgendwo rund um Palmaille und Alsterchaussee. Gelegenheiten gibt es ja dafür genug.