Ein wenig "Kölner Arbeitsalltag"

      Ein wenig "Kölner Arbeitsalltag"

      MaK-Spezial
      Ein Tag MaK 1002

      Ein kleiner Tagesbericht (aus 2011):

      Sonne und kurze Röcke überall, alle haben frei, die Pänz haben Ferien, es tobt das Leben...
      Was will man da schon mit einem freien Tag? Also ab auf Arbeit.
      Hach, welch Ironie... Aber was solls, also:
      Rucksack voll mit diversen Flüssigkeiten aller Art und auf geht's.

      Dienstbeginn kurz nach 12 Uhr am Mittag
      Kollege meint Lökchen gut, auf geht's als Tfzf von Brühl-Vochem Richtung Chemiepark Hürth-Knapsack.



      Der folgende Streckenabschnitt wird von Stadtbahnen der KVB/SWB und den Güterzügen gemeinsam im Mischbetrieb befahren.
      Zu meinem erstaunen ging es relativ schnell weiter. Normalerweise wartet man immer so einige Fensterzüge ab.
      Doch weit sollte man nicht kommen, am nächsten Sbk war Schluss.
      "Jung, hab Geduld, die Stadtbahn vor dir hat Notbremsärger ..."

      Also gut...



      Nach kurzer Zeit hatte der Kollege die gezogene Notbremse gefunden und ich konnte weiter bis Hürth-Kendenich.
      Und siehe: da war ja einer... ein Plastikfensterzug ;D



      Aber weiter im Text, wir sind ja fürs Vorankommen.

      Zuglaufmeldung, darf Zug 4957 bis Awanst Hürth-Mitte fahren?
      ...
      Ja Zug... 49äääh öhhhm eeh... NEIN warten !

      Also wieder Geduld...



      Doch dann kam sie doch, die ersehnte Fahrerlaubnis.
      Also ran an die Fahrwegstelltafel und Fahrweg einstellen.
      Aber irgendwie wollte der rote Sperrmelder das blinken nicht aufhören.
      Na super, schon wieder Störung, ich bin scheinbar anfällig für sowas.
      Was hat dir dein Ausbilder damals beigebracht? Doch dabei kam nur das raus:

      Aber auch das stellte sich als Störung raus, die eigentlich gar keine war. Ohne jeden Grund ging es auf einmal. Technik die begeistert, das verstehe einer...

      Von hier geht es jetzt über die Schwarze Bahn Richtung Hürth-Mitte.
      Heute ist es leider "nur noch" eine eingleisige Zugleitstrecke, die ausschließlich vom Güterverkehr befahren wird.





      Im Chemiepark angekommen hieß es erstmal: Auf Seite fahren, da der Zug noch nicht fertig war.

      Mahlzeit Jung, fährste bitte hoch Richtung Knapsack bis hinters Signal...

      Das ist mal eine Aussage ! Also los, bis hinters Signal, aber was, wer, wie, WOO ? ?



      Nach gefühlten 100 Kilometern tauchte es dann doch auf.... HA ! Gefunden !



      Bleib da erstmal stehen, das kann noch was dauern...
      na da hab ich doch mal nichts gegen, also erstmal gemütlich





      Bei Zeiten ging es dann doch an den Zug und ehe man sich versah ging es ab Richtung Rheinhafen Godorf.
      Den Berg hinunter bis Kendenich wird eigentlich nur auf der Bremse gefahren. Vmax 30 km/h.

      Später heißt es dann: Mit Volldampf gen Rheinhafen ! Doch 1300 Tonnen auf Geschwindigkeit kriegen, das dauert mit einem Maschinchen dann doch...



      Nach 40 Minuten Fahrzeit ist der Rheinhafen erreicht. Jetzt heißt es: Wagen schupsen !

      Einmal um den eigenen Zug rumfahren und ran an die leeren Salzwagen.





      nachdem der Kollege die beladenen Einheiten vom Kran abgezogen hat, konnten die mitgebrachten leeren angesetzt werden.

      Einmal nach nebenan bitte !



      Die FC-Wagen der Firma Alpha werden am Rhein beladen und müssen zur Entladung nur ans andere Ende des Bahnhofs gefahren werden. Doch schon beim "sägen" durch den Bahnhof konnte man im Anschluss etwas erkennen...



      Na ob das passt? :o
      Egal, es muss ! Und siehe da: Was langsam wird, wird gut ! Langsam und mit viel Spucke fluppt es doch.





      Und weiter geht's. Zu tun gab's Einiges. Logisch wenn das Wetter eigentlich zum Pause machen einläd.

      Ein Glück gibt es bei uns die fleißigen Rangierer, sodass ich wirklich nur mal zum "Foto machen" nach unten muss.









      Abends stand dann noch die Wasserglas-Leerverwiegung an. 40 Wagen zwischen 4 und 5 km/h über die Altersschwache Wage ziehen... doch auch das fluppte :) Dann die Einheiten zusammensetzen und mit dem ganzen Remmel gen Feierabend.



      Geschafft !

      Zum Schluss nun noch einige Bilder der anderen Tage. Selbe Lok, nur gedreht:

      Den Berg rauf ging es diesmal nicht als Tfzf, sondern als Schiebelok. Sehr gut !


      Schiebelok in Kendenich


      Der bespannte Godorfer Zug im Chemiepark.




      Die "wilde 13" mit dem DB-Ausgangszug.



      Nachdem dann der DB Ausgang weg war, ging es auch für mich wieder den Berg runter...



      Ankunft Godorf. (generell stammen folgende Bilder aus Godorf)









      Kleiner Größenvergleich: :]



      Zu guter Letzt noch ein Abschlussbild... Ja, auch die DB fährt manchmal bei uns...



      Ich hoffe die Bilder und der kleine Bericht haben gefallen und es hat sich gelohnt mal ein paar Tage die Kamera mit zu nehmen.

      In dem Sinne wünsche ich allen frohe Ostern, dicke Eier und frohes suchen !


      Gruß,
      Sven
      Ein bisschen Alltag
      Bilder mit den dazugehörigen Anekdoten und Hintergründen

      Hachja, Technik...


      Es grünt so grün... So sah sie aus als sie noch funktinierte.


      So nachher im Anfangsstadium... der Rauch wurd dann wenige Minuten später dicker und schwarz.

      Resultat: Lok hinüber und Stadtbahnstrecke für 15 Minuten blockiert... aber Frisur sitzt.
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      31.07.2011 in Berzdorf gegen 19:45 Uhr am Bü Langenackerstraße...


      Leerer Wasserglaszug (ca. 800 Tonnen) mit Doppeltraktion MaK DE 1002.

      Sche.. Bü !
      Macht aber Spaß das Berzdorfer-Abendessen zu zerhupen
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      Ich habe mal wieder einen Ort gefunden, der auf dem Monitor des Fahrdienstleiters scheinbar ganz weit oben rechts in der Ecke sein muss... da wo niemand hinguckt. Nach 10 Minuten habe ich die Sense geschnappt und mich durch den Dschungel zu einem Fernsprecher gesäbelt... In dem Moment wo man den Hörer nimmt erscheint plötzlich der yellow-Predator...



      Machen die das eigentlich mit Absicht?
      Warten die solange damit bis man den Hörer berührt?
      Da muss ein Sensor dran sein ! Der Signal-Anforderungs-Sensor-Hörer...

      Und der Grund wart auch gefunden...



      SABOTAGE !



      So... Einfahrt wäre super... aber irgendwie... EY ! ich steh ein Gleis weiter links !



      Hachja... Samstag morgen eben...
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      Weit über 30°, ist schon schön, aber irgendwie... naja, wie sagt man? WARM !
      Ich will wieder Tiefschnnee (über den ich dann aber auch mecker...)



      Die Tür-Auf-Klimaanlage funktioniert auch irgendwie nicht so ganz.
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      Früh morgens im Rheinhafen Godorf:




      11.07.2011 - Rheinhafen
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      Hätte ich mal bloß auf den Verkehrsfunk gehört und wäre eine Abzweigstelle eher abgefahren ... blöder Stau...


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      Ein wenig Doppeltraktion:


      MaK-Doppel zu Dienstbeginn im BW Brühl-Vochem


      schattiges Plätzchen gefunden

      Bei 30 Grad am Rheinufer:


      Suchbild... wo sind se denn?




























      Wassergals
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      An einem Samstag in Wesseling:


      Ankunft aus Godorf
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      Den ganzen Tag wurde sie gestreichelt und dann... eine Stunde vor Feierabend quittierte sie dann mitten im Nichts den Dienst...
      Naja, Zwangspause und gutes Wetter... Bild machen So schlecht fand ich den Stadort zum Liegenbleiben auch gar nicht...


      Vorsitzendes Triebfahrzeug der Gewerkschaft Deutscher Lokomotiven (GDL)

      Schlussendlich hat sie mich dann aber doch noch nach Hause gebracht.
      War scheinbar nur ein Warnstreik .
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      Wo Löwenzahn so überall wächst...


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      Leerer Auto-Sonderzug von Hürth

      Die maximale Zuglänge war fast ausgereizt, gar nicht alltäglich für diese Strecke.
      An einem nassen Morgen ging es von der Awanst Hürth-Mitte die schwarze Bahn hinuter.


      Abfahrt in Hürth-Knapsack.


      Abzweig Hürth ist erreicht.




      Ab und zu mal ein Blick zurück...


      Einfahrt Brühl-Vochem.


      Gaaanz durchfahren... das wird eng...


      Und dann kamen die erlösenden Worte vom Fdl: "Hat gereicht, weeeit genug, kannst halten.".


      Passt. Jetzt kann die Stadtbahn wieder auf die Strecke.

      Gruß,
      Sven