Freeware Lokführerfahrsimulator “LokSim3D”

      Ja, habe ich mal genutzt. Ist für den Anfang, ich sags mal so, um PZB/LZB und Sifa zu verstehen recht hilfreich. Aber leider ist es Steuerungstechnisch nicht gerade toll mit Tastatur zu fahren ;)
      Aber... Zusi ist da schon etwas weiter. Wenn also im Bw noch ein Führerraum rumliegt, mitnehmen, aufbauen, anschliessen und los gehts mit dem WohnzimmerExpress ;)

      Bei Loksim fehlt mir die Realität der entgegenkommenden, kreuzenden und überholenden Züge. Für Hobbyeisenbahner sicherlich eine Alernative.
      Rurtalbahn - Aus dem Kreis Düren
      Original von Uni
      Ja, habe ich mal genutzt. Ist für den Anfang, ich sags mal so, um PZB/LZB und Sifa zu verstehen recht hilfreich. ...

      Bei Loksim fehlt mir die Realität der entgegenkommenden, kreuzenden und überholenden Züge. Für Hobbyeisenbahner sicherlich eine Alternative.


      Es ist Freeware, schnell aus dem Internet gezogen (sofern man einen entsprechenden Vertrag hat - mit Zusätzen kommen da schon mal 200 MB zusammen) und auch installiert. Wer noch nie auf einer Lok saß, hat erstmal eine Weile damit zu tun, die Fahrt ohne Zwangsbremsung und Verspätung zu absolvieren, da fehlen einem die anderen Gimmicks noch nicht am ersten Tag.

      Aktuell würde mich interessieren, wie man bei der Rangierfahrt ohne Zwangsbremsung am 2000er Magneten der Kombination Hp0 und Sh1
      bahnbilder.de/bilder/lichtsignale-265011.jpg
      vorbeikommt.
      Original von Peter I.
      Auf der 202 hatte ich allerdings kein weißes, sondern ein blau blinkendes und ein rotes Licht.


      Kommt darauf an, wo du deine Fahrt beginnst und auf den Signalabstand. Der blaue Leuchtmelder sollte immer an sein, entweder blinkend oder als Dauerlicht. Entsprechend der (durch die Eingabe der Bremshundertsel) vorgegebenen Bremskurve.
      O = 85
      M = 70
      U = 55
      Der rote Leuchtmelder kommt nach Überfahren des 500 Hz-Magneten, bei HP 0, automatisch dazu. In Einzelfällen kann es passieren, das der rote Leuchtmelder bereits vor der Vorbeifahrt am Hauptsignal wieder erlischt.

      Egal ob blau oder rot+blau, der weiße Leuchtmelder erscheint nur bei gedrückter Befehlstaste, nach der Überfahrt des 2000 Hz-Magneten.
      Original von Uni
      Ja, habe ich mal genutzt. Ist für den Anfang, ich sags mal so, um PZB/LZB und Sifa zu verstehen recht hilfreich. Aber leider ist es Steuerungstechnisch nicht gerade toll mit Tastatur zu fahren ;)


      Das ist ein Punkt, ein anderer ist der Wunsch, die Zugabfertigung beobachten zu können:
      loksim.de/smf/index.php?topic=1287.0


      Das Problem ist: Es gibt gar keinen Zug. Wenn du also nach hinten schauen würdest, würdest du - außer eventuell leerer Strecke - überhaupt nichts sehen. Türen geschlossen, Zugführer eingestiegen - das existiert alles gar nicht.
      ...
      Loksim hat keinerlei fahrende Objekte. Überspitzt ausgedrückt: Es fährt lediglich eine Führerstandsgrafik durch die Gegend. Fahrende Modelle einzuführen, so dass tatsächlich ein eigener Zug existiert, wäre eine große Herausforderung. ...


      Original von Uni
      Aber... Zusi ist da schon etwas weiter.


      Es funktioniert dem Vernehmen nach damit
      conrad.de/ce/de/product/917647…-Schwarz?ref=searchDetail

      oder im Eigenbau
      zusi.hthoeni.ch/

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Peter I.“ ()

      Original von Uni
      Ja, habe ich mal genutzt. Ist für den Anfang, ich sags mal so, um PZB/LZB und Sifa zu verstehen recht hilfreich.


      Sehe ich derweil auch so. Man lernt als Novize einige Grundlagen. Und weil Zwangsbremsungen auf offener Strecke nicht zu meinem Erfahrungsschatz als Fahrgast gehören, werden die wohl von der Prüfungskommission auch nicht sonderlich honoriert.

      Es gibt aber noch ein anderes Lehrziel: Das Einhalten der Fahrplanzeiten. Und das ist für den Anfänger beileibe nicht so trivial, wie man sich das vielleicht vorstellt.

      Original von Uni
      Aber leider ist es steuerungstechnisch nicht gerade toll mit Tastatur zu fahren ;)


      LokSim verfügt - im Gegensatz zu den Demoversionen von Zusi - mittlerweile über recht komfortable Joystick-Einstellungen. Ich habe den Bremshebel auf die X-Achse gelegt, weil mir die Y-Achse zu sensibel war. Lediglich der Befehlstaster ließ sich nicht auf den Joystick verlegen. Die Fahrstufen mit der Tastatur zu schalten, ist weniger das Problem.
      Die Programmlogik paßt wunderbar auf Fahrzeuge wie die 202 (ex DR 110), 218 oder 628. Bei neueren Modellen wie bspw. der 246 oder den meisten Elektroloks bzw. -triebzügen ist das nicht ganz so toll. Es nervt ziemlich, wenn man da bspw. aufgefordert wird, den Fahrstufenregler auf Null zu stellen und darüber im Unklaren gelassen wird, in welcher Stellung ihn das Programm im Moment stehen sieht.

      Bei der 246 mußte ich nach dem Abbremsen vor einem von Hp0 auf Hp1 umspringenden Signal auf offener Strecke anhalten um wieder beschleunigen zu können, ansonsten wäre die Lok einfach ausgerollt und irgendwann stehen geblieben. Das scheint ein typenspezifischer Softwarefehler zu sein, ist mir bei anderen Modellen nicht so aufgefallen.
      Allerding frage ich mich, was ich im umgekehrten Fall tun sollte, wenn das Vorsignal "Fahrt mit Höchstgeschwindigkeit" ankündigt und danach das Hauptsignal von Hp1 auf Hp0 umspringt? Hat man dann zwangsläufig eine 2.000Hz-Bremsung auf dem Streifen, für die man sich disziplinarisch zu rechtfertigen hat?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Peter I.“ ()

      Original von Peter I.
      Allerding frage ich mich, was ich im umgekehrten Fall tun sollte, wenn das Vorsignal "Fahrt mit Höchstgeschwindigkeit" ankündigt und danach das Hauptsignal von Hp1 auf Hp0 umspringt? Hat man dann zwangsläufig eine 2.000Hz-Bremsung auf dem Streifen, für die man sich disziplinarisch zu rechtfertigen hat?


      Kommt darauf an, wenn du vor dem Signal Hp0 noch zum Stehen kommst nicht :D

      Ansonsten auf jeden Fall :D aber dafür meldest du dich ja schließlich auch beim Fdl und erhälts einen Befehl. Die Aufzeichnung dokumentiert zwar das Überfahren des 2000 hz-Magneten, aber durch deine Meldung beim Fdl ist der Vorfall dokumentiert und dir wird dadurch kein Nachteil entstehen.
      Original von hzol
      Original von Peter I.
      Allerding frage ich mich, was ich im umgekehrten Fall tun sollte, wenn das Vorsignal "Fahrt mit Höchstgeschwindigkeit" ankündigt und danach das Hauptsignal von Hp1 auf Hp0 umspringt? Hat man dann zwangsläufig eine 2.000Hz-Bremsung auf dem Streifen, für die man sich disziplinarisch zu rechtfertigen hat?


      Kommt darauf an, wenn du vor dem Signal Hp0 noch zum Stehen kommst nicht :D


      Hm, wenn man das mit einem PKW schon nicht mehr schaffen würde, sieht es mit einem Triebfahrzeug wohl eher schlecht aus ...

      Original von hzol
      Ansonsten auf jeden Fall :D aber dafür meldest du dich ja schließlich auch beim Fdl und erhältst einen Befehl. Die Aufzeichnung dokumentiert zwar das Überfahren des 2000 hz-Magneten, aber durch deine Meldung beim Fdl ist der Vorfall dokumentiert und dir wird dadurch kein Nachteil entstehen.


      Bei der Masse der Daten, die bei der DB Netz laufend anfallen, bin ich mir da nicht so sicher, daß die Ursache des Rückfallens auf Hp0 nach passiertem Vr1 Wochen später noch mit vertretbarem Aufwand recherchiert werden kann. Andererseits: Wie oft "kollidiert" jemand mit einem 2000-Hz-Magneten? Ist das ein "besonderes Vorkommnis" und kein "Tagesgeschäft", dann kann man die Umstände auch speziell festhalten?
      Original von Peter I.
      Hm, wenn man das mit einem PKW schon nicht mehr schaffen würde, sieht es mit einem Triebfahrzeug wohl eher schlecht aus ...

      Geht nicht, gibt´s nicht! :D Es hängt von vielen Faktoren ab, ob du es schaffst oder nicht.
      1. Deine eigene Konzentration und dein eigenes Reaktionsvermögen
      2. Wann erfolgt der Rückfall auf Hp0? Vor, während oder erst nach der Vorbeifahrt am Vorsignal?
      3. Wie hoch ist deine eigene Geschwindigkeit?
      4. Wieviele BRH hast du? Hast mehr als gefordert?
      5. Fährst du Lz oder mit "Grenzlast"?
      6. ........usw.

      Original von Peter I.
      Bei der Masse der Daten, die bei der DB Netz laufend anfallen, bin ich mir da nicht so sicher, daß die Ursache des Rückfallens auf Hp0 nach passiertem Vr1 Wochen später noch mit vertretbarem Aufwand recherchiert werden kann. Andererseits: Wie oft "kollidiert" jemand mit einem 2000-Hz-Magneten? Ist das ein "besonderes Vorkommnis" und kein "Tagesgeschäft", dann kann man die Umstände auch speziell festhalten?

      Der größte Teil der Lokführer wird diese Situation in der Praxis wohl nie erleben, aber falls doch, kannst du dir sicher sein, dass sich diese Situation nachvollziehen lässt und auch lange genug dokumentiert ist.
      Original von hzol
      Original von Peter I.
      Hm, wenn man das mit einem PKW schon nicht mehr schaffen würde, sieht es mit einem Triebfahrzeug wohl eher schlecht aus ...

      Geht nicht, gibt´s nicht! :D Es hängt von vielen Faktoren ab, ob du es schaffst oder nicht.

      1. Deine eigene Konzentration und dein eigenes Reaktionsvermögen
      2. Wann erfolgt der Rückfall auf Hp0? Vor, während oder erst nach der Vorbeifahrt am Vorsignal?


      Der Tf sieht erst Vr1 und dann Hp0.

      Original von hzol
      3. Wie hoch ist deine eigene Geschwindigkeit?


      Nach dem Fahrplanbuch wären das maximal 120 km/h gewesen.
      de.wikipedia.org/wiki/Bremsweg

      Bremsweg s = Anfangsgeschwindigkeit v² / 2 Bremsverzögerung a

      Gehen wir mal von trockener Fahrbahn und guten Reifen -> a= 8 m/s² aus, dann braucht der PKW etwas mehr als 100 m zum Anhalten.

      Original von hzol
      4. Wieviele BRH hast du? Hast mehr als gefordert?


      Regionalbahn mit einer 246 bespannt, sollen 137% sein
      (Gesamtbremsgewicht 283 t - davon 125 t Lok und 158 t Waggons)

      Original von hzol
      Der größte Teil der Lokführer wird diese Situation in der Praxis wohl nie erleben, aber falls doch, kannst du dir sicher sein, dass sich diese Situation nachvollziehen lässt und auch lange genug dokumentiert ist.


      Das ist doch schon eine Ansage, obwohl das natürlich nicht völlig ausgeschlossen ist.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Peter I.“ ()

      Loksim3D ist, nebenbei bemerkt, nichts für schwache Rechner. Ich habe das heute mal auf einem Notebook mit einem Intel i5 und 4 GB RAM (Windows 7 - 64 bit) installiert. Darauf ruckelt das so stark, daß man damit gar nichts anfangen kann. Lädt man das Komplettpaket herunter, dann sind das immerhin 1,1 GB (davon etwa 800 MB Strecken), da wäre die Ernüchterung dann schon recht ärgerlich. Das zweite Problem ist die schlechte Erkennbarkeit der Signale aus der Streckenentfernung bei kleineren Monitoren.

      Zusi 2 läuft dagegen ob seiner scherenschnittartigen Grafik auch auf schwächeren Rechnern (wie diesem Notebook) optimal. Bei Notebooks wird ja oft von der meist schon zu knappen Speicherausstattung auch noch der Grafikspeicher abgezweigt. Da muß man sich dann über solche Effekte nicht wundern.