Forderung der Mg-Bremse

      Forderung der Mg-Bremse

      Hallo zusammen,

      aus irgendeinem Grund habe ich mir mal eingeprägt, dass die EBO bei Geschwindigkeiten > 140 km/h Magnetschienenbremsen fordern würde...
      Blick in die EBO belehrt mich aber eines besseren: darin ist nämlich nichts dergleichen geregelt...

      Kann mir mal bitte jemand auf die Sprünge helfen? :)
      Liebe Grüße
      Benjamin
      Hier ein Auszug zum Thema aus Wikipedia

      „Bei Vollbahnen sind die Magnetschienenbremsen im Ruhezustand verhältnismäßig weit von der Schiene entfernt; die Deutsche Bahn schreibt beispielsweise einen Abstand von mindestens 5,5 cm vor. Ansonsten können Interferenzen mit Gleisschaltmitteln auftreten. In Deutschland dürfen Fahrzeuge mit einer im nicht aktivierten Zustand weniger als 40 mm von der Schienenoberkante entfernten Magnetschienenbremse an einem der ersten beiden Drehgestelle nicht als führendes Fahrzeug eingesetzt werden, wenn Bahnübergänge mit einer Sicherungsanlage der Bauform EBÜT 80 und Radsensoren der Typen Magnetschienenkontakt Siemens, Siemens RSS (RSE 45 mit ARS2/ARS4) oder Frauscher RSR122 befahren werden sollen.[3] Daher müssen die Bremsschuhe bei der Aktivierung pneumatisch abgesenkt werden; erst auf den letzten Millimetern zieht der Bremsschuh sich selbst magnetisch an die Schiene. Magnetschienenbremsen müssen auch im Falle eines Fahrleitungsausfalls sicher funktionieren. Das Bremssystem ist daher so auszulegen, dass im Falle eines Stromausfalls zu jeder Zeit eine Versorgung aus den Batterien des Fahrzeugs gewährleistet ist.

      Gemäß den Bremstafeln der Deutschen Bahn sind für Fahrten bei einem Vorsignalabstand von 1000 Metern bei punktförmiger Zugbeeinflussung (PZB)bis 140 km/h 146 Bremshundertstelbis 160 km/h 208 Bremshundertstel
      erforderlich.

      Mehr als etwa 170 Bremshundertstel sind für Fahrzeuge im internationalen Verkehr mit haftwertabhängigen Radsatz-Bremsen (z. B. Klotzbremse, Scheibenbremse oder elektromotorische Bremse) nicht zugelassen
      . Bei noch höherer Beanspruchung besteht die Gefahr des übermäßigen Ansprechens der Gleitschutzanlage.Die Magnetschienenbremse wirkt direkt auf die Schiene und ist vom Haftreibwert zwischen Rad und Schiene unabhängig. Sie wird daher in Deutschland bei allen Wagen und Triebzügen eingesetzt, die PZB-geführt für Geschwindigkeiten über 140 km/h zugelassen sind. Bei Wagen lokbespannter Züge und Fernverkehrszügen wird die Magnetschienenbremse unterhalb einer Geschwindigkeit von 50 km/h aufgrund der hohen Bremskräfte und zur Schonung von Weichenstraßen, die meist nur mit 40 km/h befahren werden dürfen, ausgeschaltet. In Deutschland darf die Magnetschienenbremse weder als Betriebs- noch als Feststellbremse verwendet werden. Lediglich der für 330 km/h zugelassene ICE 3 verfügt als einziger schnell fahrender Serienzug der Deutschen Bahn über Wirbelstrom- statt Magnetschienenbremsen. Dieses Bremssystem ist verschleißfrei und leistungsfähiger als eine Magnetschienenbremse.“