Was ist alles beim Signal Zs 7 zu beachten?

      Was ist alles beim Signal Zs 7 zu beachten?

      Moin zusammen,

      ich habe vor kurzem gehört, dass hinter dem Signal Zs 7 mehr steckt, als in der Ril 301 unter diesem Signal zu finden ist. Viele in der DB-Netz-Prüfung sollen da wohl auch schon ordentliche Bg's reingehauen haben bei diesem Signal. Unter anderem soll da was mit 400m nach dem nächsten Hauptsignal sein, je nachdem ob da dann Hp 0, 1 oder 2 gezeigt wird. In der Ril steht einfach nur bis zum nächsten Hauptsignal. Was dann? Was war dann mit den 400m?

      Ich hoffe, ihr könnt mir da alles Wichtige zu sagen, um jede Bg aus dem Weg zu gehen.

      Gruß
      Bona
      Hallo Bona,

      ja da gibt es noch etwas zu beachten bei Signal Zs 7.

      Zitat BRW 408.2561:

      (2) Wein ein Triebfahrzeugführer bis zu einem Hauptsignal oder einem Signal Ne 14 auf Sicht fahren muss (bei Signal Zs 7 immer der Fall!) und wenn ab dort die Fahrt zugelassen ist, muss er noch 400m über diese Signale hinaus (mit der Zugspitze) auf Sicht fahren.

      LG fgho
      Hallo fgho,

      das heißt, wenn am nächsten Hauptsignal wieder Zs 7 leuchtet, fahre ich weiterhin bis zum (wieder) nächsten Hauptsignal auf Sicht und wiederhole deinen Punkt (2)
      -und wenn ich Hp 1 oder 2 habe, fahre ich die 400m (mit der Zugspitze) nach einem der beiden Signale auf Sicht und fahre anschließend demenstsprechend weiter nach Fpl bzw. mit der zulässigen Geschwindigkeit durch Hp2?

      Habe ich das so richtig verstanden?

      VG
      Bona
      Das ist soweit richtig, allerdings darfst du eine Sache nicht vergessen. Da das Fahren auf Zs7 das Fahren auf besonderem Auftrag ist, gilt außerdem die Regeln im BRW Modul 408.2456.
      Beispiel: Du fährst einen Güterzug der 700m lang ist. Du bekommst am Esig Zs7 und am Asig Hp1. Folglich gilt das Fahren auf Sicht bis zum Asig und 400m weiter. Jetzt hättest du das Fahren auf Sicht abgeschlossen. Da allerdings das Zs7 Fahren auf besonderem Auftrag ist, darfst du erst wieder Fahrplangeschwindigkeit fahren, wenn dein ganzer Zug am Asig vorbei ist. Heißt also du fährst vom Esig bis zum Asig + 400m weiter auf Sicht (So schnell, das man vor einem Fahrthindernis bzw. einem Haltsignal zum stehen kommen kann, allerdings max 40 km/h) und trotzdem solange weiter mit max 40 km/h, bis dein kompletter Zug am Asig vorbei ist (also noch 300m weiter mit max 40 km/h). Erst dann ist das Zs7 komplett abgearbeitet.

      Ich hoffe das war soweit verständlich. ^^
      Allzeit gute Fahrt :)
      Aber nur auf Bahnhöfen, Abzweig-, und Überleitstellen. Nicht auf der freien Strecke.

      Um das vielleicht nochmal zusammen zu fassen damit es übersichtlicher wird.

      Zs 7 auf der freien Strecke (außer Abzweig-, und Überleitstellen):
      Fahrt auf Sicht mit Vmax 40 Km/h bis zum nächsten Hauptsignal, und soweit dies die Fahrt zulässt, noch 400m mit der Zugspitze darüber hinaus. Ab da dann wieder Fahrplangeschwindigkeit... Egal wie lang der Zug auch ist!

      Zs 7 in einem Bahnhof bzw. auf Abzweig-, und Überleitstellen:
      Fahrt auf Sicht mit Vmax 40 Km/h bis zum nächsten Hauptsignal, und soweit dies die Fahrt zulässt, noch 400m mit der Zugspitze darüber hinaus. Ab da weiter mit Vmax 40 Km/h bis der gesamte Zug am Hauptsignal vorbei ist (auf Abzweig-, und Überleitstellen bis der gesamte Zug die durch im Fahrplan mit Yennzeichen gekennzeichnete Stelle passiert hat), und dann wieder Fahrplangeschwindigkeit.

      LG fgho

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „fgho“ ()

      Na, gut dass du das geschrieben hast, ich dachte jetzt nämlich, dass es überall so gilt, ok. Und überall an Bf, Abzw und Üst wo im Fpl das "¥" auftaucht, und ich davor Zs 7 angezeigt bekam, bis zum Ende des Wgz am "¥"-Zeichen die 40km/h einhalten. Wenn auch das richtig verstanden in dieser Verbindung immer. Danke!
      Frohes Neues euch allen :)

      Ich bin ganz neu hier und setze mich gleich mal mit einer Frage hier auf das Thema drauf.

      Ich fahre mit meinem Wendezug von A-Dorf nach B-Stadt. Dort macht der Zug Kopf, ich Feierabend und der Kollege fährt unter neuer Zugnummer direkt wieder zurück nach A-Dorf. Die Einfahrt in B-Stadt erfolgte auf Zs 7. Normalerweise gilt ein Zs 7 am ESig ja bis zum nächsten Hauptsignal plus 400m. Die Zugfahrt endet jetzt am gewöhnlichen Halteplatz. Wie müsste man sich in diesem Fall verhalten? Muss ich dem ablösenden Tf mitteilen, dass ich auf Zs 7 eingefahren bin und er es in die Gegenrichtung ausfahren?Eigentlich ist das ja Schwachsinn. Die 400m kommen ja aufgrund des „Einfahrlochs“. Das kann hier am ASig der Gegenrichtung keine Rolle spielen. Mir wäre aber auch nicht bekannt, dass die Fahrt auf Sicht bei Zs 7 am gewöhnlich Halteplatz enden kann.Kann dazu jemand was genaues sagen?

      Viele Grüße
      Lukas
      Guten Abend ET430,

      ich habe bei deiner Frage grade ein kleines dejavu, denn genau die selbe Frage habe ich kurz vor Ende meiner Berufsausbildung auch meinem Ausbilder gestellt xD
      Die Antwort darauf war, wie ich es mir schon damals, und dir heute denkst, dass es keinen Sinn macht. Du bekommst Signal Zs 7 weil der Fdl eine Rotausleuchtung auf seinem Stelltisch/Monitor für den Fahrweg hat, den du bei der Einfahrt befahren sollst. Wenn du jetzt am Bahnsteig ankommst und dort wendest, dann weißt du ja mit Sicherheit, dass der Fahrweg bis dorthin (dem Bahnsteig) frei von Fahrzeugen und anderen Hindernissen/Gefahrstellen ist. Sollte der Fdl nach dem wenden deines Zuges für die Ausfahrstraße immernoch eine Rotausleuchtung haben, dann wird er dich auch wieder damit beauftragen auf Sicht zu fahren ;)

      LG fgho
      Moin,

      da schließe ich mich fgho an. Betrieblich macht es keinen Sinn, auch dann noch auf Sicht zu fahren.

      Allerdings steht auch nirgendwo, dass ein Fahrtrichtungswechsel eine Zugfahrt mit besonderem Auftrag beendet. Diese Situation hatten wir auch vor einiger Zeit in der Ausbildung. Wir - auch der Ausbilder - waren uns alle einig, dass man dann nicht mehr auf Sicht fahren muss. Aber eine Quelle, wo das schwarz auf weiß steht, die konnte niemand vorweisen. Wir haben uns dann darauf verständigt, dass es ein rechtsfreier Raum ist, also eine Art Grauzone. Aber wie gesagt, eigentlich macht es keinen Sinn, dann noch bis zum nächsten Hauptsignal auf Sicht + 400m darüber hinaus zu fahren. Aber wirklich klipp und klar steht es nirgends.

      Schöne Grüße!
      Hallo das Thema ist nun schon was älter, aber ich hab ne frage dazu,

      Tf on Tour schrieb:

      Das ist soweit richtig, allerdings darfst du eine Sache nicht vergessen. Da das Fahren auf Zs7 das Fahren auf besonderem Auftrag ist, gilt außerdem die Regeln im BRW Modul 408.2456.
      Beispiel: Du fährst einen Güterzug der 700m lang ist. Du bekommst am Esig Zs7 und am Asig Hp1. Folglich gilt das Fahren auf Sicht bis zum Asig und 400m weiter. Jetzt hättest du das Fahren auf Sicht abgeschlossen. Da allerdings das Zs7 Fahren auf besonderem Auftrag ist, darfst du erst wieder Fahrplangeschwindigkeit fahren, wenn dein ganzer Zug am Asig vorbei ist. Heißt also du fährst vom Esig bis zum Asig + 400m weiter auf Sicht (So schnell, das man vor einem Fahrthindernis bzw. einem Haltsignal zum stehen kommen kann, allerdings max 40 km/h) und trotzdem solange weiter mit max 40 km/h, bis dein kompletter Zug am Asig vorbei ist (also noch 300m weiter mit max 40 km/h). Erst dann ist das Zs7 komplett abgearbeitet.

      Ich hoffe das war soweit verständlich. ^^


      Wo genau finde ich das mit dem länger als 400 m im angegebenen modul konnte ich es nicht finden oder haben sie das inzwischen geändert?