Fragen zur EIB LuT Ausbildung und der Weg zum Fernverkher

      Fragen zur EIB LuT Ausbildung und der Weg zum Fernverkher

      Hallo Leute,
      ich (26J, Studienabrecher) habe da ein paar Fragen, denn ich habe vor im Stuttgart eine Ausbildung zum EiB LuT zu machen.
      Ich würde mich sehr freuen wenn jemand meine Fragen beantworten könnte auch nur zum Teil.

      Zitat: tf-ausbildung.de
      „Vorab zählt nur eins: der Ausbildungsplatz und der daraus folgende Führerschein! In welchem Bereich man im Anschluss landet, bleibt abzuwarten.“
      Ich will nach meiner Ausbildung in Fernverkehr oder ein Güterverkehr einsteigen. Nun habe ich im Internet irgendwo gelesen, dass man nach der Ausbildung erst mal zwei Jahre lang rangiert. Stimmt das?
      Kann ich schon während der Ausbildung bestimmen wo ich hingehen will oder werde ich mehr oder weniger von der DB (willkürlich) gezwungen zum Beispiel in dem Regio Bereich zu arbeiten?


      Bis jetzt Konnte ich nur mit den Lokführern aus RAB (regio alb bodensee) sprechen und ich war nicht ganz begeistert wie der DB mit ihren Lokführern umgeht. Es geht hauptsächlich um die Schichtplanungen, ich habe das Gefühl, dass die Lokführer sich mit den Schichtplanern herumschlagen müssen.
      Ist es im Fernverkehr und im Güterverkehr besser? Wie ist hier der hierarchische Umgang? (Schichtplanung, Vorsorge usw.)
      (Grobe Meinung reicht)


      Im Stuttgart werde ich bei DB Cargo AG ausgebildet.
      was sind die Unterschiede bei der Ausbildulg bei Cargo, DB Fernverkehr AG, Regio? (Wie gesagt ich will ins Fernverkehr, welcher standort wäre am besten für mich?)
      Wie ist der Standort Stuttgart?


      Kann mir jemand sagen wie der Weg zum Fernverkehr nach der Ausbildung aussieht?
      Wie ist es mit den Fahrten an sich? Ich möchte mit der Zeit meine Streckenkenntnisse erweitern: von München nach Stuttgart, später will ich von Stuttgart nach Frankfurt, dann Frankfurt Richtung NRW. Kann ich die Streckenkenntnisse mit den Jahren aufbauen oder muss ich mein Leben lang zum Beispiel Stuttgart München bzw. nur kleine Streckenabschnitte abfahren?

      Können die älteren Leute eine Prognose abgeben wie die Zukunft aussieht? Gibt es Jahr für Jahr Verbesserung/Verschlechterungen für die Lokführer? Lohnt es sich überhaupt zur Fernverkehr zu gehen? (Grobe subjektive Meinungen reichen)


      Wie viel Sehschwäche kann ich maximal haben? (Angabe auch mit Hornhautverkrümmung falls es geht)



      Ich durfte mal knapp 2 Stunden im Führerstand mitfahren und hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich lieber diesen Kontrast zwischen Stillstand (wenn man zu Hause ist) und Bewegung (das erklärt sich von selber). ABER ich will nicht als Sklave enden, zum Beispiel mit ungünstigen andauernden wechselnden Schichten die über Jahre hinaus gehen wodurch der Körper in zehn Jahren kaputtgeht. Ich habe einige Lokführer gesehen die rauchen , trinken und die sehr ungesund aussehen und bei den sieht man es im Gesicht dass sie mit ihr Leben abgeschlossen haben so nach dem Motto: die Bahn quetscht einem aus bis es nicht mehr geht. Sehr viele Leute sagen das es zu Bundesbahnzeiten viel viel besser war.


      Ich bedanke mich schon mal im Voraus für jede Antwort die mir irgendwie weiterhilft.

      :thumbsup:
      Hallo!

      Herzlich willkommen hier im Forum!

      Wie der Einsatz nach der Ausbildung aussieht, hängt primär davon ab, in welchem Geschäftsbereich du anfängst. Bei Cargo, also im Güterverkehr, wirst du häufig erstmal als Lokrangierführer eingesetzt, bei Fernverkehr als Zugbereitsteller (manchmal auch Lrf, je nach der Örtlichkeit) und bei Regio geht man auf kleineren Triebwagen normalerweise direkt auf die Strecke, sofern man das Mindestalter für das Führen von Eisenbahnfahrzeugen auf der freien Strecke (derzeit 20 Jahre) ereicht hat. Es kann aber auch in Einzelfällen anders ablaufen, aber häufig ist das so, wie ich es geschildert habe. Die Dauer, in der man als Lrf oder Zugbereitsteller arbeitet, kann sehr verschieden sein. In erster Linie hnagt das davon ab, wie die Lage bei den Streckenlokführern aussieht. Gibt es einen Mangel, ist die Chance höher, in den Streckendienst gehen zu können (als ganz grober Anhaltspunkt). Direkter Streckendienst nach der Ausbildung ist bei Cargo und Fernverkehr sehr selten, rechne mal ganz grob mit 1-5 Jahren, bis du auf Strecke kommst.

      Du musst nicht zwingend in dem Bereich bleiben, in dem du deine Ausbildung gemacht hast. Du kannst dich natürlich bei den anderen Geschäftsbereichen intern bewerben, Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass sie auch Bedarf haben, doch aufgrund der aktuellen Situation ist das sehr wahrscheinlich, denn fast überall werden Lokführer gesucht.

      Ob es bei Fernverkehr besser als bei Regio oder Cargo ist, kann man so pauschal nicht beantworten. Das kommt auch ganz auf die Einsatzstelle an.
      Vorteil bei Fernverkehr ist aber jedenfalls, dass dir die Fahrgäste nicht so krass an den Hacken hängen wie bei Regio. Vorteil bei Regio ist aber, dass es keine/kaum auswärtige Übernachtungen gibt, bei Fv schon mehr, aber auch nicht wirklich viele, auch abhängig von der Einsatzstelle.

      Die Anzahl der Strecken, die ein Lolführer befährt, hängt ebenfalls von der Einsatzstelle ab. Ja, die Stuttgarter Fv-Tf fahren u. a. nach München, Frankfurt und Köln. Normalerweise wird man zu Beginn für alle Strecken ausgebildet (man erwirbt dann die sog. Streckenkenntnis), die eine Einsatzstelle bedient.

      Zu den Sehanforderungen: 1,0 für das gute Auge, 0,5 für das schlechtere, maximal +5 und -8 Dioptrien, keine fortschreitenden Augenerkrankungen. Zur Hornhautverkrümmung kann ich leider nichts Konkretes sagen, schätze aber das es erstmal keinen stören wird, sofern du den geforderten Visus erreichst.

      Der Schichtdienst gehört zum Lokführersein dazu. Wie gut man damit klarkommt, ist immer von Person zu Person unterschiedlich. Als Lokführer bist du kein Sklave, aber du musst für dein Gehalt natürlich schon etwas tun, aber das ist dir ja bestimmt bewusst. Bei Cargo ist der Schichtdienst meiner Meinung nach am extremsten, aber auch bei Regio und Fernverkehr gibt's natürlich einige Nachtschichten, auch hier kommt es immer auf die Einsatzstelle an...

      Ich hoffe, dass ich etwas helfen konnte.

      Viele Grüße!
      Kein Problem.

      Wenn du die Bereitschaft zur Arbeit zu allen möglichen Uhrzeiten und Tagen mitbringst, dann bist du schon ein ganzes Stück weiter.

      Beachte aber, dass Lokführer im Wechselschichtdienst arbeiten, was meiner Meinung nach die größte Schattenseite ist. Heute beginnst du um 14:30, arbeitest bis 21 Uhr, morgen von 8 bis 17:45 und übermorgen von 19 bis 5 Uhr, mir mal als ganz grobes Beispiel. Auf Dauer wird echt ganz schön anstrengend, aber das empfindet jeder als unterschiedlich anstrengend.

      Noch eine Anmerkung: Die EiB-L/T-Ausbildung beginnt bei der DB immer am 01.09. Wenn du schon dieses Jahr anfangen willst, solltest du dich also jetzt schleunigst bewerben.

      Gruß