Zwangsbremsung nach Überfahrung eines GPA

      Zwangsbremsung nach Überfahrung eines GPA

      Hallo zusammen,

      mir ist vor ein ein paar Tagen eine Sache passiert, wo ich mir nicht sicher bin, warum und weshalb. Also:

      Ich bin unterwegs mit einem Güterzug in Mittlerer Zugart. An einem Vsig erhalte ich Vr1 mit Zs3v Kz 8, welches ich mit ca. 85 km/h passiere.
      Ich erhalte eine 1000 Hz Beeinflussung, soweit so gut....
      Ich leite eine Betriebsbremsung ein
      Nach ca. 300-400m und ca. 15 sek. überfahre ich 3 Magnete, die im Nachhinein, wie ein GPA aussahen. Geschwindigkeit zu diesem Zeitpunkt zw. 70-75 km/h
      Dort erhalte ich eine Zwangsbremsung.

      Der FDL konnte mir keine schlüssige Erklärung liefern. Vielleicht hat hier ja jemand eine Idee?

      Vielen Dank im Voraus für eure Kommentare!

      Gruß C.
      Moin,

      bei einem 80er-GPA liegt der 1000-Hz-Magnet eigentlich direkt am Ankündesignal, also hier am Zs3v. Bei 85 km/h führt der GPA eigentlich auch noch nicht zu einer Beeinflussung, sondern (in diesem Fall) erst ab 95 km/h. Bei einer 1000-Hz-Beeinflussung musst du in der mittleren Zugart innerhalb von 29 Sekunden auf 70 km/h herunterbremsen. Wenn ein GPA zwischen Ankündesignal und dem Signal, ab dem die Geschwindigkeit gilt, liegt, dann wird es sich um einen GPA für Geschwindigkeiten von 100 bis 140 km/h gehandelt haben, diese haben aber 2000-Hz-Magneten. Da du geschrieben hast, dass du eine Zwangsbremsung erhalten hast, wird diese von der PZB verursacht worden sein, da du mit der Ist-Geschwindigkeit die Bremskurve für die mittlere Zugart geschnitten hast. Es wäre aber auch eine Störung vom GPA denkbar, aber von der PZB hättest du wegen deiner Geschwindigkeit so oder so eine Zwangsbremsung erhalten. Ich vermute mal, dass es reiner Zufall war, dass die PZB-Zwangsbremsung genau über dem GPA eintrat.

      Schöne Grüße!
      Hallo Thore,

      vielen Dank für deine schnelle Rückmeldung.

      Die Bremskurve in der PZB hatte ich eigentlich ausgeschlossen: Nach ca. 400m nach der Beeinflussung hatte ich definitv nicht die 29 Sekunden überschritten. Wie ich oben bereits geschrieben hatte, waren maximal 15 Sek in der Beeinflussung vergangen.

      Gruß C.
      Moin,

      sorry, das habe ich in der Schnelle überlesen. Wenn es tatsächlich so war, wie du es geschrieben hast, dann wird der GPA gestört gewesen sein, also war er fälschlicherweise wirksam.
      Kommt immer mal wieder vor, dass der Einschaltmagnet (der den Wirkmagnet nach der vorgegebenen Zeit unwirksam schaltet) die Überfahrt vom Fahrzeug nicht erkannt hat und die Zeitschaltung dann nicht angestoßen wird, somit bleibt der Wirkmagnet, da er in den meisten Fällen in der Grundstellung wirksam ist, unberechtigt wirksam.

      Schöne Grüße!