Die Geschichte vom Teddy "Herbert"


 
Es gibt also doch noch Fahrgäste, die an uns denken. Und wenn es auch nur die Kleinsten sind!
Auf dem Weg in den Führerstand begab ich mich durch das Mehrzweckabteil des Steuerwagens. Vorbei an einer Mutter und ihrer Tochter.
Mit großen Augen verfolgte die etwa Fünfjährige jeden meiner Schritte, bis sie mich plötzlich ansprach... Sie stellte fest: "Der Lokführer und/oder der Schaffner
passt auf die Fahrgäste auf, aber keiner passt auf sie auf." Plötzlich drückte sie mir einen Teddy in die Hand. Einen "Aufpasser" wie sie sagte.
Er sollte auf mich und meine Zugbegleiterin aufpassen, während wir sie von Neumünster nach Flensburg fahren.

Die Tatsache, dass ihr Papa (auch Eisenbahner) vor einiger Zeit tödlich bei der Arbeit verunglückt war, machte diese Geste umso netter, regt aber auch zum Nachdenken an...
Dann wollen wir hoffen, dass Teddy "Herbert" noch lange betriebsdiensttauglich bleibt und aufpassen kann. Er ist seither immer mit dabei.